In der Reihenfolge der Zeigung und Verehrung folgt an dritter Stelle das Tuch der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers. Dieses Heiligtum wird verehrt als Zeichen der Treue bis in den Tod, weil in ihm das Haupt des Vorläufers Johannes nach dessen Hinrichtung unter Herodes Antipas geborgen wurde. Das Tuch ist ein äußerst fein gewobener Damast und hat die Form eines länglichen Vierecks. Die Größe und Feinheit des Gewebes deuten auf einen wohlhabenden Besitzer. Es zeigt große Flecken (Blutspuren) und weist auch größere Löcher auf, da Teile dieses Heiligtums als Reliquien herausgenommen wurden. Zur Zeigung und Verehrung bleibt es zusammengefaltet, einmal in seiner Länge und zweimal in seiner Breite mit einem Seidenband umbunden.
Quelle: A. Peters, Die Betefahrt nach Aachen